Gewöhnlicher Natternkopf

Der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare) ist die Wildpflanze des Jahres 2026. In Gärten findet man ihn noch nicht so oft, dabei ist er eine sehr wertvolle heimische Wildpflanze für einen artenreichen Garten.

Seine Blütezeit ist zwischen Juni und September, die Blüten sind zunächst rosa und werden später kräftig blau mit roten Staubblättern. Die Blüten des Natternkopfs liefern Nektar für viele verschiedene Wildbienen, Tagfalter, Schwebfliegen und andere Insekten.

Der Gewöhnliche Natternkopf ist in ganz Europa verbreitet, man findet ihn am Wegesrand und auf Brachflächen an trockenen und sonnigen Standorten. Die heimische Wildpflanze besitzt einen straff aufrechten kerzenförmigen Blütenstand und wird bis zu einem Meter hoch. Durch die Ausbildung einer tiefreichenden Pfahlwurzel wird der Natternkopf auch an trockenen Standorten mit Wasser versorgt.

Die imposante Pflanze ist zweijährig, das bedeutet, dass sie im ersten Jahr nur eine flache Blattrosette ausbildet. Im zweiten Jahr bilden sich ein bis mehrere Stängel, die Pflanze wächst in die Höhe, blüht und bildet Samen.

Botanisch gehört der Gewöhnliche Natternkopf zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae). Bei Raublattgewächsen sind Stängel und Blätter mit Borsten besetzt, die die Pflanze vor Austrocknung und vor Fressfeinden schützen. Andere Vertreter der Raublattgewächse sind Borretsch (Borago officinalis), Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica) und das Gefleckte Lungenkraut (Pulmonaria officinalis).

Auch im Garten bevorzugt die Wildstaude einen eher trockenen und durchlässigen Boden in voller Sonne. Mit dem Düngen sollte man sich zurückhalten, der Natternkopf mag es lieber nährstoffarm. Ansonsten ist die Wildpflanze sehr unempfindlich und pflegeleicht.

Wenn sich der Gewöhnliche Natternkopf an seinem Standort wohlfühlt, vermehrt er sich durch Selbstaussaat, dazu sollte man ihn nach der Blüte allerdings nicht zurückschneiden. Da die Wildpflanze zweijährig ist, ist es wichtig, ihr die Möglichkeit zum Versamen zu geben, um sie im Garten zu behalten. Lästig wird die Wildstaude nie, die Sämlinge lassen sich einfach entfernen.

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