Kornelkirsche
Blüte der Kornelkirsche
Die Kornelkirsche (Cornus mas) gehört zu meinen Lieblingssträuchern. Wenn sich der Winter endlich verabschiedet, ist die Kornelkirsche, zusammen mit der Hasel, eines der ersten Gehölze, das im Frühjahr blüht. Nach milden Wintern sieht man die kleinen gelben Blüten bereits im Februar, meist ist die Blütezeit aber im März.
Die zierlichen Blüten der Kornelkirsche sind nicht nur attraktiv, sie liefern neben Pollen auch Nektar, der so früh im Jahr meistens noch Mangelware ist. Die Blüten der Kornelkirsche sind daher eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen, Hummeln und andere Insekten.
Kornelkirschen sind im Vergleich zu Forsythien, die ein wenig später im Frühjahr blühen, die eindeutig bessere Wahl. Die in Gärten verbreiteten Forsythien sind in der Regel sterile Kreuzungen, sie bilden weder Nektar noch Pollen und sind somit für Insekten nutzlos.
Die Kornelkirsche kann als Strauch oder kleiner Baum gezogen werden und wächst in der Sonne und im Halbschatten. Das Gehölz ist robust, stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden, ist windresistent und verträgt Hitze und Trockenperioden.
Die elliptischen Blätter der Kornelkirsche sind im Sommer glänzend grün und im Herbst nehmen sie eine wunderschöne gelbe bis orangerote Färbung an. An einem vollsonnigen Standort ist die Herbstfärbung allerdings intensiver als im Halbschatten.
Im Spätsommer und Herbst trägt die Kornelkirsche glänzend rote ovale Früchte, die an kleine Kirschen erinnern. Die essbaren säuerlichen Früchte sind vitaminreich und können zu Marmelade oder Saft verarbeitet werden, vor der Ernte sollten sie dunkelrot und vollständig reif sein. Die Früchte sind aber auch bei Vögeln sehr beliebt, deshalb kann man sie auch einfach am Baum belassen.
Übrigens ist der Name Kornelkirsche irreführend. Das Gehölz ist nicht mit der Kirsche (Prunus) verwandt, sondern gehört zu den Hartriegelgewächsen (Cornaceae).
Im Garten kann die Kornelkirsche als natürlicher und ökologisch wertvoller Sichtschutz eingesetzt werden. Das Gehölz ist nicht nur eine Bienenweide und ein Vogelnährgehölz, dank ihrer dicht verzweigten Äste bietet es auch Unterschlupf und Nistmöglichkeiten für Vögel.
Früchte der Kornelkirsche